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schrieben. Die Bewerbung ist offen für Jedermann bis zum 1. Januar 1877. Jeder kann sich mit einer beliebigen Anzahl von Aufgaben betheiligen, doch muss für jedes Problem ein Einsatz von 50 Cents geleistet werden. Die Preise sind folgende:

1. Für die beste Sendung von drei Originalaufgaben in 2–4

Zügen: 50 Dollars. 2. Für die nächstbeste derartige Sendung: 25 Dollars. 3. Für die drittbeste derartige Sendung: 12'/2 Dollars. 4. Für das beste zwei, drei- und vierzügige Problem je

10 Dollars. 5. Für das nächstbeste zwei-, drei- und vierzügige Problem je

5 Dollars. 6. Für das drittbeste zwei-, drei- und vierzügige Problem je

2/2 Dollars. Diese Summe von Preisen (140 Dollars) wird von den Unternehmern des Turniers garantirt.

Ausserdem sollen sämmtliche Einsätze und sämmtliche zufliessende Subscriptionen einen grossen Preis für das schönste Problem des Turniers bilden.

Zur Feststellung des Urtheils soll (leider!) eine Art Markensystem angewendet werden. Es heisst nämlich im Original: „The problems will be compared and judged upon the following points of merit: For ingenuity and beauty of trick or design, 1 to 15 points; for difficulty of solution, 1 to 10 points; for beauty of construction or position 1 to 5 points. This gives 30 points to a striktly first-class problem and shows the basis upon which composers may expect their problems to be judged.“

Protectoren des Unternehmens sind die amerikanischen Schachpublicisten („Chess Editors throughout the United States“) und ausserdem diejenigen Leiter von fremden Schachorganen, welche das Turnier unterstützen werden. Man hat also reiche Auswahl, an wen man sich wenden will: American Chess Journal, Hannibal, Missouri; Geo. H. Mackenzie, Chess Editor, Turf, Field and Farm, New York; W. Sayen, editor of the Chess Record, Philadelphia etc. etc.

Mr. W. T. Pierce will abermals ein neues Schachwerk herausgeben. Es soll dies eine Theorie der Eröffnungen sein, welche nach folgendem (wie der Verfasser glaubt, noch nicht dagewesenen) Princip eingerichtet ist: ,,Anstatt trockener Auseinandersetzungen und

Variantenmassen werden nur Partien der Meister gegeben; in den Anmerkungen zu diesen Spielen wird dann ein genügendes Bild von der Theorie einer jeden Eröffnung entwickelt werden können.“ Das ist kein übles Princip, aber für Deutschland ist es nicht neu. Suhle und Neumann's „Theorie und Praxis“ befolgt genau denselben Plan.

Unter den einzelnen Punkten des von Mr. Pierce entworfenen Prospects, (welche übrigens ein reichhaltiges und elegantes Buch versprechen) nimmt sich einer etwas merkwürdig aus: „e) The notation should be general or international. Whilst using

the English names for the pieces, the squares should be lettered and numbered in accordance with the continental method." Das heisst doch wohl: Kt g1 to f3? Eine Halbheit in optima forma! Warum nicht einfach G1-F3?

Lösung von Aufgaben.

September 1875. S. 263-266.

3956. Von E. Vorwerk. Alle unsere Correspondenten geben eine Nebenlösung mittelst 1. Se7-d5 an. Zu deren Verhütung hat der Verfasser den Nachtrag eines schwarzen Lh8 vorgeschlagen, Wir machen desshalb nochmals auf das Problem aufmerksam und bringen die Autorlösung erst im nächsten Hefte.

3957. Von A. Oberbänsli. 1. Se4, Ke4: 2. Dd4+, T oder S:D. 3. Sb5—03 . Oder Var. a) 1..., Keb. 2. De5t nebst 3. Sg5 oder b) 1...., Le4: 2. Sc77 oder c) 1...., Tc6. 2. De5t. Angegeben von M. Gonjaew, Dr. Rhode, Brüder Hartmann, E. Flügel, E. Lotze, O. Koch, Wild, R. 1. A. Kündig.

3958. Von Patzak. 1. Td7, T07: 2. Sf2, v. 3. Auf Tf3: geschieht 2. Sb2, auf andere Züge 2. Sc3. Angegeben von Wild, M. Gonjaew, R. u. A. Kündig, O. Koch, E. Lotze, Dr. Moleschott, E. Flügel, Dr. Rhode, Brüder Hartmann.

3959. Von W. A. Shinkman. 1. g8 Dt, Ld8. 2. Df57, Sd7. 3. c7--08: S., b2. 4. Dc2t, Sc5. 5. Seot, Kd7. 6. Da47, Sa4: 7. Dc87, Kc8: 8. Sb6t, Sb6: + Angegeben nur von R. 1. A. Kündig und F. v. Platz.

3960. Von E. Pauls. 1. Da2, Se5. 2. f37, Kf5 od. Sf3: 3. De6 resp. d5t, K:D# Angegeben von F. v. Platz, R. u. A. Kündig, M. Gonjaew, Wild, 0. Koch, E. Lotze, Brüder Hartmann, E. Flügel.

3961. Von Shinkman. 1. Sa4+, Kd5. 2. Sb6:, Tb6: 3. Lb8, Kd4. 4. La7, Ke3. 5. Kb4:, Kd4. 6. Lb3, Ke3. 7. Kc3, b4 +. Angegeben nur von R. u. A. Kündig.

3962. Von R. Braune. 1. Tb7, T:L. 2. Td74, K:S. 3. Ld5!: 4. Se6 #. Oder 1. ..., Ke7. 2. Td74, K:S. 3. Lf7! ~. 4. Se6 +. Leider kann in

dieser zweiten Wendung auch 2...., Sc5-e6 geschehen. Angegeben von Brüder Hartmann, Wild, E. Flügel, E. Lotze, Dr. Rhode, O. Koch, M. Gonjaew, R. u. A. Kündig.

3963. Von Kann und Gold. 1. Ld4, Kf5. 2. Dbit oder 1. ..., Kd4: 2. Df2t od. 1...., Tc5: 2. Df 2 etc. Angegeben von R. u. A. Kündig, M. Gonjaew, Wild, E. Lotze, Dr. Moleschott, Dr. Rhode, E. Flügel, Brüder Hartmann.

3964. Von Chocholouš. 1. f7, Se5 (V.) 2. fel.! n. 3. S. #. Oder Var. a) 1...., Ta2: 2. Sg5*, Kd5. 3. Se3 # oder b) 1...., Sg4: 2. SJ2, Kf5. 3. e4+. Angegeben von Wild, R. u. A. Kündig, M. Gonjaew, E. Lotze, E. Flügel, Dr. Rhode.

3965. Von W. A. Shinkman. 1. Td4, ed (V.) 2. Ldt: ~ 3. Le3+. Oder Var. a) 1...., Th3: 2. Tg4, n. 3. Lg7oder b) 1...., 24. 2. Td5, v. 3. Lg7 oder c) 1...., Sd7. 2. Lg7t nebst 3. Tg4+. Sonst 2. Th44. Angegeben von Dr. Rhode, F. v. Platz, E. Flügel, Wild, Brüder Hartmann, R. u. A. Kündig, E. Letze, M. Gonjaew.

3966. Von Demselben. 1. Da2, KH+(V.). 2. Da4 und 3. De8 ". Oder 1...., Kd7. 2. Da8 etc. Angegeben von Brüder Hartmann, R. u. A. Kündig, E. Lotze, M. Gonjaew, Wild, E. Flügel, Dr. Moleschott, F. v. Platz, Dr. Rhode.

3967. Von F. Schrüfer. 1. Dd3, S43: 2. Sf5, ef. 3. Lc5 +. Leider kann auch 2. Td8 geschehen. Angegeben von Dr. Rhode, Dr. Moleschott, O. Koch, E. Flügel, Wild, M. Gonjaew, Brüder Hartmann, E. Lotze, R. u. A. Kündig.

3968. Von A. Z. Huggins. 1. Dc3, Ke4: (V.). 2. Df 37 und 3. e4#. Oder Var. 1...., Sch. 2. Df67, ~. 3. Sd6, c3+. Angegeben von E. Lotze, M. Gonjaew, Brüder Hartmann, R. u. A. Kündig, Wild, E. Flügel, Dr. Rhode.

3969. Von H. Mörtzsch. 1. Dg8, Lg8: 2. Ta8:, Ka8: 3. Ka6, ~. 4. b6-b7+. Auf 1. ..., Ld3t folgt 2. Kc5 und falls 2...., Ld6t, so 3. Kd6: Angegeben von E. Flügel, Dr. Rhode, Dr. Moleschott, Wild, R. u. A. Kündig, E. Lotze.

3970. Von Dr. Gold. Der Verfasser beabsichtigte. 1. Kg3. • Eine in der gegebenen Position mögliche Nebenlösung 1. De7+ dürfte sich durch einen schw. Spr. g8 beseitigen lassen. Angegeben von Elsbeth Rhode, Wild, R. u. A. Kündig, Dr. Moleschott, E. Lotze, E. Flügel, M. Gonjaew.

Briefwechsel.

Berlin (E. P.) Partie Ihrem Wunsche gemäss gestrichen. Die dreizügigen Probleme sind noch gar zu leicht; die Vierzügler haben wir noch nicht geprüft.

Cheltenham (J. d. S.) Thanks for the game.

Prenzlau (E. F.) Die uns neuerdings vorgelegte Aufgabe ist weit mehr werth, als Ihre früheren Versuche und entschieden druckfähig. Der ersten Stellung möchten wir den Vorzug geben, da in dieser ein schwarzer Thurm erspart wird. Lösungen notirt.

Miskolcz (Br. H.) Das Zwillingspaar 4063 (Koss) und 3271 (Pap) ist wirklich merkwürdig. Bei so einfachen Ideen ist es doch eben möglich, dass sich zwei schöne Seelen finden! Lösungen notirt.

Ummendorf b. Eisleben (F. E.) Zu unserem Bedauern können wir Ihnen keine Auskunft geben. Wenden Sie sich doch an die Redaction des American Chess Journal (Hannibal, Missouri), an der Loyd gegenwärtig betheiligt ist.

Prag (K. K.) Verschiedene Briefe mit Inhalt dankend erhalten. Was brauchbar ist, wird allmählich verwendet.

Paris (A. M.) Besten Dank für Partie und Endstellung.

Charkow (E. v. B.) Gleichfalls besten Dank. Fernere Nachrichten und Partien sind uns stets angenehm.

Augsburg (Prof. O.) Sie sehen Ibren Wunsch sofort erfüllt.

Crefeld (M. H.) Dankend erhalten; hoffentlich haben wir im nächsten Hefte Raum.

Chemnitz (E. R.) Kleine Werke über Geschichte des Schachspiels giebt es nicht.

Das grosse Buch v. d. Linde's ist sehr theuer und in unserer Bibliothek nicht zu finden.

Rothenburg (H. F.) Wir constatiren gerne, dass die Anmerkg. zu Zug 22 in Partie 3693 nicht richtig ist, weil auf 23. Dh5 Dh6! geschieht.

Ansbach (Br. u. L.), Insterburg (W.), Topusko (G. S.), Trieplotz (v. G.-C.), Berlin (E. P.), Berlin (A. L.), Ellwangen (Club), Redentin (M. O.), Lommatzsch (E. S.), Bunzlau (Dr. Rh.), Basel (R. U. A. K.) Danzig (G. G.) Lösungen erhalten und notirt.

Hamburg (S. R. R.) Die englischen Turnierbücher besitzen wir leider selbst nicht. Uebrigens würden dieselben auch für Ihren Zweck ungenügend sein, da absolut schwache Partien ausgeschlossen wurden, eine Vollständigkeit mithin nicht geboten ist. Die Aufgabe von B. u. H. ist verwendbar. Uebrigens unsern besten Dank.

Innsbruck (B. B.) Aufgaben dankend erhalten.
Wien (A. R.) „Nihilo minus“ und Lösungen dankend erhalten.
Lutzmannsburg (F. H.) Zuschrift mit Inhalt desgleichen.

Hamburg (C.) Was Punkt 1 anlangt, so sehen wir gleichfalls keine genügende Entgegnung auf Lb6-04. In der Stellung 2 würde Weiss wohl am besten h2-h3 thun, doch scheint er sich dem Angriffe ohne Verlust nicht entziehen zu können.

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Geschlossen am 17. October 1876.

Druck von Metzger & Wittig in Leipzig.

Das Problemturnier des Westdeutschen Schachbundes.

Die nachstehenden Zeilen basiren auf Anmerkungen, welche wir gleich nach der Untersuchung der Aufgaben niederschrieben; längere Zeit bevor Herr Strauss uns die Namen der Verfasser durch Ueberreichung der Original-Manuscripte bekannt gab.

Wir sehen keine Veranlassung, unsere gelegentlichen Worte des Tadels oder des Lobes durch eine Rücksicht auf diese Namen zu modificiren, und hoffen, dass diese ehrliche Rücksichtslosigkeit besser gefallen wird, als ein Bemühen, eines Jeden Zufriedenheit durch ein erquältes Lob zu erschmeicheln und den Tadel in liebliche Worte zu hüllen. Wer mit unserer Sprache nicht zufrieden ist, wer à tout prix gelobt sein will — im nächsten Jahre wird er uns gewiss des Lobes voll finden, wenn er mit trefflichen Aufgaben concurrirt; und es ist als sehr wahrscheinlich anzunehmen, dass das kommende Jahr abermals ein Preisausschreiben bringen wird. Wir hoffen, dass dann eine noch lebhaftere Betheiligung unserm Schachbunde als Sporn dienen wird, ohne Unterbrechung auf dem eingeschlagenen Pfade fortzugehen, um die kleinen Dimensionen der bisherigen Turniere allmälig zu einem grossen deutschen Problemturnier zu erweitern. Einer gewissenhaften Prüfung und einer streng rechtlichen Entscheidung darf jeder Componist bei deutschen Richtern gewiss sein.

Die Anzahl von 16 Sendungen können wir mit Rücksicht auf die grosse Zahl der guten deutschen Componisten nicht gerade zu den Erfolgen zählen; indessen können wir doch constatiren, dass die Mehrzahl der Concurrenten zu den guten gehört, wie dies aus dem folgenden, nach der Zeit der Einsendung geordneten Verzeichniss hervorgeht. Sendung I. J. Minckwitz in Leipzig • 3 Aufgaben

II. A. Bayersdorfer in München. 1 Aufgabe XXXI.

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