Bd. Selbstbiographie (1791-1836) Reise-Erinnerungen an Rom und Neapel (1819) Tagebuch aus dem Jahre 1836 (Paris und London) Beiträge zur Selbstbiographie

Framsida
 

Så tycker andra - Skriv en recension

Vi kunde inte hitta några recensioner.

Utvalda sidor

Andra upplagor - Visa alla

Vanliga ord och fraser

Populära avsnitt

Sida 67 - Glutumfassen stürzten wir zusammen, Ein jeder Schlag gab Funken und gab Licht; Doch unzerstörbar fanden uns die Flammen, Wir glühten, aber ach, wir schmolzen nicht. Denn Hälften kann man aneinander passen. Ich war ein Ganzes, und auch sie war ganz, Sie wollte gern ihr tiefstes Wesen lassen, • Doch allzufest geschlungen war der Kranz.
Sida 173 - Macht, Der Mensch ein grübelnd Meinen; Wo Falsch und Wahr und Schlimm und Gut Sie längst auf Formeln brachten, Rasch wechselnd die erlogne Glut Gleich bunten Kleidertrachten ; Wo selbst die Freiheit, die zur Zeit Hinjauchzt in tausend Stimmen, Halb großgesäugt von Eitelkeit Und von der Lust am Schlimmen.
Sida 96 - Es geht ein Mann mit raschem Schritt, — Nun freilich geht sein Schatten mit — Er geht durch Dickicht, Feld und Korn, Und all sein Streben ist nach vorn; Ein Strom will hemmen seinen Mut, Er stürzt hinein und teilt die Flut; Am andern Ufer steigt er auf, Setzt fort den unbezwungnen Lauf. Nun an der Klippe angelangt, Holt weit er aus, daß jedem bangt. Ein Sprung — und sieh da, unverletzt Hat er den Abgrund übersetzt.
Sida 166 - Laß uns denn trachten, mein geliebter Freund, Uns beider Kränze um die Stirn zu flechten, Das Leben aus der Künste Taumelkelch, Die Kunst zu schlürfen aus der Hand des Lebens.
Sida 172 - Geh nicht zur Schule da und dort, wo laute Redner lärmen, wo der Gedanke nur im Wort, zu leuchten statt zu wärmen; wo längst die Wege abgebracht, die Kopf und Herz vereinen, und statt der Überzeugung Macht der Mensch ein grübelnd Meinen; wo Falsch und Wahr und Schlimm und Gut...
Sida 125 - So will ich's, so sei's gemacht! Unsre Thaten sind nur Würfe In des Zufalls blinde Nacht — Ob sie frommen, ob sie töten? Wer weiß das in seinem Schlaf? Meinen Wurf will ich vertreten, Aber das nicht, was er traf! Dunkle Macht, und du kannst's wagen, Rufst mir: Vatermörder! zu? Ich schlug den, der mich geschlagen, Meinen Vater schlugest du!
Sida 172 - Weh dem, den aus der Seinen stillem Kreise Des Ruhms, der Ehrsucht eitler Schatten lockt. Ein wildbewegtes Meer durchschiffet er Auf leichtgefügtem Kahn. Da grünt kein Baum, Da sprosset keine Saat und keine Blume, Ringsum die graue Unermeßlichkeit. Von...
Sida xxxiv - Nicht die Ideen machen den eigentlichen Reiz der Poesie aus ; der Philosoph hat deren vielleicht höhere: aber daß die kalte Denkbarkeit dieser Ideen in der Poesie eine Wirklichkeit erhält, das setzt uns in Entzücken.
Sida 256 - Ein Herz, zu fühlen, einen Geist, zu denken, Und Kraft, zu bilden, was ich mir gedacht. Ihr habt mit reichem Segen mich geschmückt, Ich dank
Sida 200 - Los, Es mischt sich nimmer in demselben Becher, Von beiden Welten eine mußt du wählen, Hast du gewählt, dann ist kein Rücktritt mehr! Ein Biß nur in des Ruhmes goldne Frucht, Proserpinens Granatenkernen gleich, Reiht dich auf ewig zu den stillen Schatten, Und den Lebendigen gehörst du nimmer an.

Bibliografisk information