Wiener Grillparzer-Album: Für Freunde als Handschrift gedruckt

Framsida
F. G. Cotta, 1877 - 578 sidor
 

Så tycker andra - Skriv en recension

Vi kunde inte hitta några recensioner.

Andra upplagor - Visa alla

Vanliga ord och fraser

Populära avsnitt

Sida 43 - Die Klippen, die sich ihm entgegensetzen, Verschönen ihn, indem sie ihn verletzen. Der Dichter so; wenn auch vom Glück getragen, Umjubelt von des Beifalls lautem Schall, Er ist der welke Baum, vom Blitz geschlagen, Das arme Muscheltier, der Wasserfall. Was ihr für Lieder haltet, es sind Klagen, Gesprochen in ein freudenloses All; Und Flammen, Perlen, Schmuck, die euch umschweben, Gelöste Teile sind's von seinem Leben.
Sida 265 - Es geht ein Mann mit raschem Schritt, — Nun freilich geht sein Schatten mit — Er geht durch Dickicht, Feld und Korn, Und all sein Streben ist nach vorn; Ein Strom will hemmen seinen Mut, Er stürzt hinein und teilt die Flut; Am andern Ufer steigt er auf, Setzt fort den unbezwungnen Lauf. Nun an der Klippe angelangt, Holt weit er aus, daß jedem bangt. Ein Sprung — und sieh da, unverletzt Hat er den Abgrund übersetzt.
Sida 40 - Riesenschatten Von der Vorwelt Machtkoloß! Liegst du da, in Todsermatten, Selber noch im Sterben groß! Und damit verhöhnt, zerschlagen Du den Martertod erwarbst, Mußtest du das Kreuz noch tragen, An dem...
Sida 164 - Schreiber, Pfaffen, Die Welt hat nichts mit Großem mehr zu schaffen ; Denn ringt sich auch einmal ein Löwe los, Er wird zum Tiger unter so viel Affen: Wie soll er schonen, was hält länger Stich, Wenn niemand sonst er achten kann, als sich?
Sida 113 - Denn Hälften kann man aneinander passen, ich war ein Ganzes, und auch sie war ganz, sie wollte gern ihr tiefstes Wesen lassen, doch allzufest geschlungen war der Kranz. So standen beide, suchten sich zu einen, das andre aufzunehmen ganz in sich; doch all umsonst, trotz Ringen, Stürmen, Weinen, sie blieb ein Weib, und ich war immer ich!
Sida 292 - Frucht der Selbstbeschauung ! Du hast dich auch geschaut und bist gestorben : Denn das nicht, was er ist, nein, was er tut, Das soll der Mensch erkennen und erwägen, Sonst ist er tot, seis auch, daß er noch atme ! Die ewgen Geister schauen und sind heilig, Der Mensch soll aber handeln und sei gut!
Sida 188 - Dazu dein Volk, ein wackres Herz, Verstand, und vom gesunden, Das sich mit Märchen und mit Scherz Der Wahrheit Bild umwunden. Man lebt in halber Poesie, Gefährlich für...
Sida 214 - Macht, Der Mensch ein grübelnd Meinen; Wo Falsch und Wahr und Schlimm und Gut Sie längst auf Formeln brachten, Rasch wechselnd die erlogne Glut Gleich bunten Kleidertrachten ; Wo selbst die Freiheit, die zur Zeit Hinjauchzt in tausend Stimmen, Halb großgesäugt von Eitelkeit Und von der Lust am Schlimmen. Bleib du das Land, das stets du warst, Nur Morgen, wie sonst Abend, Die Unschuld, die du noch bewahrst, An heiterm Sinn erlabend.
Sida 217 - Glück auf, mein Feldherr, führe den Streich! Nicht bloß um des Ruhmes Schimmer, In deinem Lager ist Österreich, Wir andern sind einzelne Trümmer.
Sida 112 - Denn Hälften kann man an einander passen, Ich war ein Ganzes, und auch sie war ganz, Sie wollte gern ihr tiefstes Wesen lassen, Doch allzu fest geschlungen war der Kranz. So standen beide, suchten sich zu einen, Das andre aufzunehmen ganz in sich, Doch all umsonst, trotz Ringen, Stürmen, Weinen, Sie blieb ein Weib und ich war immer ich.

Bibliografisk information