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1835 stehen für Handlungen, welche den Dienst nicht be

rühren, unter den Justiz- und Polizeigesetzen des Fürstenthums gleich andern Privatpersonen.

Art. 5. Die Fürstlich Hohenzollerschen Unterthanen haben an allen Vortheilen und Begünstigungen Theil zu nehmen, welche für die Grossherzoglichen Unterthanen aus den Vereinsverhältnissen fliessen.

Art. 6. In Betreff der Ausgleichungsabgaben von denjenigen Erzeugnissen, bei weichen eine Ver schiedenheit der Besteuerung zwischen dem Grossher zogthume und dem Fürstenthume besteht, wird ohne Rücksicht auf die angeschlossenen Fürstlichen Landes theile nach Maassgabe der gegenwärtigen Verhältnisse im Allgemeinen festgesetzt, dass vom Bier, welches an der Landesgrenze gegen das Fürstenthum Hohen zollern - Sigmaringen in das Grossherzogthum Baden eingeführt wird, dann – wenn es nicht erweislid ausserhalb dem Fürstenthume erzeugt wurde - eine Ausgleichungsabgabe für die Badische Ohm vor 14 18 kr. bezogen werden soll.

Dagegen unterliegt das vom Grossherzogthume in das Fürstenthum eingeführte und dort zum Aus schank gebrachte Bier den hierfür bestehenden Fürst, lichen Abgaben. '

Andere Ausgleichungsabgaben finden auf keinen Seite statt, so lange die gegenwärtige Besteuerung keine Abänderung erleidet.

Tritt eine solche Abänderung ein, so soll in den hierzu geeigneten Fällen eine neue Regulirung der Ausgleichungsabgaben' verabredet werden,

Art. 7. Die Fürstliche Regierung verpflichtet sich in den der Zollvereinsverwaltung des Grossherzogthums angeschlossenen Fürstlichen Landestheilen wenigstens gleich hohe Salzpreise, als im Grossherzogthum Baden bestehen, einzuhalten.

Art. 8. Hinsichtlich des Salztransportes, weld cher von der Königlich Würtembergischen Saline Rotenmünster an die Fürstliche Factorie zu Wald durch das Grossherzogthum Baden geht, und für die obgedachten Landestheile bestimmt ist, wird von Grossa herzoglicher Seite keinerlei Beschränkung oder Belastigung stattfinden, auch jede Maassregel, welche die

Grossherzogliche Regierung zu ihrer eigenen Sicher: heit anzuordnen für gut findet, nicht auf Kosten der

Salztransportanten vollzogen werden, wogegen die Fürst- 1835 che Regierung diesen Salztransport stets genau konroliren und bereit seyn wird, alle Ausweise hierüber ler Grossherzoglichen Regierung auf deren Verlangen reundnachbarlich mitzutheilen.

Art. 9. Die obgedachten Fürstlichen Landestheile Art. 1.) werden demjenigen Grossherzoglichen HauptLollamte zugewiesen, welches demselben zunächst geegen ist. Die Fürstlichen Landestheile werden übrigens nur in soweit in den Grenz-, beziehungsweise Gewerbskontrolbezirk eingerechnet, als dies mit beachbarten, von der Bodenseegrenze gleich weit enternten Grossherzoglich Badischen Orten auch der all ist.

Art. 10. Die Grossherzogliche Regierung wird beim bollwesen einige Fürstliche Unterthanen verwenden, nsofern sie dergleichen hierzu befähigt findet.

Art. 11. Da die Grossherzogliche Regierung nach tem Vertrage mit den Zollvereinsstaaten vom 12. Mai 835 im Verhältniss der Bevölkerung des Grossherzoghums einschliesslich der obgedachten Fürstlichen Lanlestheile zu der Bevölkerung des Gesammtvereins ihren Intheil an dem Reinertrag der Vereinszollabgaben eralten wird, so sichert sie der Fürstlichen Regierung die vollständige Ausbezahlung derjenigen Summe zu, velche nach diesem Maassstabe der Bevölkerung auf lie gedachten Fürstlichen Landestheile kommen wird.

Dieser Betrag wird ohne Abzug und Kosten an die Fürstlichen Kassen zu Sigmaringen in vierteljähri. gen Raten und zwar für die ersten drei Quartalo nach dein Durchschnittsertrage jedes vorangegangenen Jah. tes, vorbehaltlich der Schlussabrechnung auf das vierte und letzte Quartal, entrichtet werden.

Der Fürstlichen Regierung werden hierbei die Abrechnungen mit dem Gesammtverein auszüglich mitgetheilt werden, so wie ihr auch die Einsichtsnahme der Originalabrechnungen durch Kommissarien überlassen

bleibt.

Die Bevölkerung der betreffenden Fürstlichen Landestheile hat die Fürstliche Regierung jeweils ganz nach denselben Bestimmungen aufnehmen zu lassen und nachzuweisen, die in dieser Beziehung unter den Vereinsstaaten verabredet sind.

Art. 12. Die Wiedereinführung eines Weggeldes

1835 mit Beobachtung des Art. 13 des Vertrags vom 12. Mai

1835 zwischen dem Grossherzogthum und den Zollvereinsstaaten bleibt der Fürstlichen Regierung überlassen. Sollte jedoch für Rechnung der Vereinszollklassen ein Weggeldsurrogat bestimmt werden, so tritt bierfür ein besonderer Ersatz an die Fürstliche Kasse auf gleiche Weise ein, wie Art. 11. für die Zollerträgnisse festge setzt ist.

Art. 13. Die durch die angeschlossenen Fürstlichen Landestheile ziehenden Strassen sollen binsichtlich der Durchfuhrabgabe ebenso behandelt werden, wie in glei. chem Falle die benachbarten Badischen Strassen.

Art. 14. Der gegenwärtige Vertrag tritt mit dem Tage in volle Wirkung, an welchem das Grossherzog thum Baden in die Revenüentheilung eintritt.

Er dauert vorerst bis 1. Januar 1842 und es soll sechs Monate vor Ablauf des Termins wegen einer Ver tragsverlängerung oder anderer Maassnehmungen neuerlich verhandelt werden.

Art. 15. Während des gegenwärtigen transito rischen Zustandes und bis das Grossherzogthum Baden in die Revenüentheilung eintritt, werden die obgedachten Fürstlichen Landestheile sogleich nach erfolgten höchsten Ratificationen des gegenwärtigen Ver trags, dem Grossherzoglich Badischen Inlande gleich geachtet werden.

Art. 16. Anstände über die Anwendung des Vertrags werden in Ermangelung gütlicher Ausgleichung durch Kompromiss entschieden werden.

54.

Ordonnance de Mehemed Ali, Vice-
Roi de l'Egypte, relativement à l'ad-
mission des étrangers. En date du

3. Novembre 1835.
(Hamburger Korrespondent 1836. Nro. 7.)

(Traduction.)
Die ägyptische Regierung hat stets die Europäer,
welche Civilisation und Kunstfleiss im Lande zu be.

ördern suchen, mit grosser Bereitwilligkeit aufgenom- 1835 nen. Unglücklicherweise aber folgen denselben immer iele Abenteurer, die des gastfreundlichen Schutzes fanz unwürdig sind und nicht selten zu Cairo und Alexandria Anlass zu ernstlichen Unruhen gegeben hajen. Beleidigungen der Autoritäten, schamlosen Schleichlandel, Zank und Schlägereien – das alles haben ich solche Menschen erlaubt. Ein solcher Zustand er Dinge kann nicht geduldet werden. Es ist r. Hoheit, Mehemed Ali's entschiedener Wille, dass ie Ruhe erhalten und das friedliebende Volk unterm chutz der Gesetze gegen alle Versuche, die Ordnung u stören, gesichert werde. Er hat darum für nöthig rachtet, zu verfügen, wie folgt: 1) Vom 15. Jan. 836 an hat sich ein Jeder, der nach Aegypten kommt, ch da niederzulassen, gleich beim Eintreffen über eine Subsistenzmittel auszuweisen; auch muss er eine Caution von bekannten Einwohnern beibringen, die seine gute Aufführung verbürgt. 2) Alle bereits in Aegypen lebende Europäer haben ebenwohl diese Bedingung tres Aufenthaltes zu erfüllen. Jeder Schiffskapitain, er Passagiere nach Aegypten mit bringt, die sich nicht usweisen können und keine Bürgschaft beizubringen ermögen, sollen gehalten seyn, dieselben auf seine Léfahr und Kosten nach Europa zurückzuschaffen. Alexandria, den 3. Nov. 1835.

.. Boghos JUSSUF.

55.

Déclaration du peuple de Texas réuni n Assemblée générale, publiée en angue française, anglaise et espagole, à San Felipe, le 3. Novembre 1835.

(National, 18. Janvier 1836.) Le général Antonio Lopez de Santa-Anna et d'aues généraux, ayant renversé par la force des armes s institutions libérales de Mexico, et dissous le conat social qui existait entre le Texas et les ministres e la confédération mexicaine, le brave peuple de Texas,

1835 se prévalant de ses droits naturels, déclare solennellement.

“10. Qu'il a pris les armes pour la défense de ses droits et de ses libertés menacées par les empiètemens des despotes militaires, et au mépris du principe républicain de la constitution libérale de 1825;

“20. Que le Texas n'est plus lié, ni moralement ni civilement, par le contrat d’union ; que néanmoins, cédant à la générosite qui caractérise un peuple libre il offre son secours et son assistance aux membres de la confédération mexicaine qui voudront prendre les armes contre le despotisme militaire;

“30. Qu'il ne reconnait point que les autorités ac tuelles de la république nominale du Mexique aient le droit de gouverner dans les limites du Texas;

“40. Qu'il ne cessera de faire la guerre à cell autorités aussi long - temps que leurs troupes seront sur le territoire du Texas;

"50. Qu'il considère comme son droit pendant que le système fédéral est reconnu et que le despotisme est établi, de se retirer de l'union et de créer un gouvernement indépendant ou d'adopter les mesures qu'il jugera les plus utiles pour la protection de ses droits et de ses libertés; mais qu'il restera fidèle au gouvernement mexicain aussi long-temps que la nation sera gouvernée par la constitution et les lois établies pour le gouvernement de l'association politique

; “60. Que l'état de Texas est responsable de ses armées actuellement en campagne;

"70. Que la bonne foi de l'état de Texas est en gagée au paiement de toutes dettes qui seraient contractées par ses agens;.

:"80. Que l'étát récompensera par des concessions de terre tous ceux qui serviront comme volontaires dans la lutte actuelle, et leur accordera le droit de cité;

“Nous certifions solennellement ces déclarations devant le monde et invoquons Dieu à temoin de leur sincérité et vérité, appelant le malheur .et la ruine sur nos têtes si nous nous rendons coupables de perfidie." (Suivent les signatures des deputés des différens di

stricts du Texaș.) *); *) Le Morning - Chronicle de Londres ajoute au document cidessus les reflexions suivantes :

“Avant la destruction de la constitution fédérale du Mexique

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