Sidor som bilder
PDF
ePub

den zweiten dem Motto „Laura“ und den dritten dem Motto „Ad libitum“ zugesprochen. Gegen den ersten und zweiten Punkt des Urtheils lässt sich nichts sagen, während der dritte freilich den Widerspruch eines jeden Problemkenners hervorrufen muss. Nachdem man einmal „Risquons tout" trotz des verunglückten Vierers zur Concurrenz zugelassen hatte, musste man dieser Sendung auch mindestens den dritten Preis geben, denn sie enthält zwei gute Aufgaben, während „Ad libitum“ nur ein kleines dreizügiges Problemchen und drei hässliche Machwerke bietet.

Partien.

3664. Mittelgambit gegen Laufergambit.

Gespielt zu Graz am 7. November 1875.

Die Noten zu dieser und den vier folgenden Partien sind von Herrn Berger.

J. BERGER. A. WITTEK.

Weiss.

Schwarz,
Weiss.
Schwarz,

17. Lc1-f4: Sh6-17 1. e2-e4

e7-e5

18. Dh5-h7 2. f2-f4

e5-f4:

Stand der Partie nach dem 18. Zuge 3. Lf1-04 07-05

von Weiss. 4. Lc4-05 : Dd8-h4 5. Ke1-f1

g7-95 6. Sg1-f3 Dh4-h5 7. h2-h4

h7h6 8. Ld5-f74 Dh5–07: 9. Sf34e5 Df74f6 10. Dd1-h57 Ke8-e7 11. Se5-g6+ Ke7d8 12. Sg6-h8: Df6-48: 13. h4-g5: Dh8-g7

$ Schwarz will den Damentausch ver

當 meiden und zieht desshalb nicht nach e5.

Weiss. 14. g5-h6: Sg8-h6:

18.

Kd8-07 15. Sb1-23 Sb8-06

Hier sollte Schwarz consequenter16. d2-d3 Lc84e6

weise den Damentausch vermeiden, denn Schwarz sucht sich rasch zu ent das Endspiel ist für ihn ungünstig. wickeln nnd giebt den ohnehin schwer Es sollte Dg7—04 geschehen, worauf baltbaren Bf4 sofort auf.

die Fortsetzung 19. Lf4-c7t, Kd8-d7;

[graphic]
[ocr errors]

22. ...,

20. Lc7-h2!, Lf8-c5; 21. Sc3-d1, 1 Ld7-b5: wäre incorrect wegen
Ta8-h8; 22. Dh7-g6 etc. einige Th6--15.
Chancen bot. Freilich kann Weiss die

33. b5-b6!

c7-b6: einfachere Fortsetzung 19. Dh7-h4+, Kd8-d7; 20. Dh4-f2 wählen.

Auf 33. ..., Lb2--c1t gewinnt

Weiss mit 34. Ke3-f3, Lc1-h6:; 19. Dh7-g7: Lf8-97:

35. b6-b7, dagegen wäre 34. Ke3-d4 20. Th1-h7 Ta 8-98

fehlerhaft, wegen Lc1-h6:; 35. b6-b7, Besser, jedoch nicht Verlust vermei- Lh6---f4; 36. 57—66 D, c7-c5t etc. dend, war Ta8-88. Es konnte fol

34. Th6-b6: Lb2-cit gen: 21. g2-g3, Sc6-b4; 22. Sc3-a4

35. Ke3-04 Lc1-02 (22. ..., Sc2:; 23. Tc1: b7-b6; 23. c3, Sd3:?; 24. Td1).

36. Tb6-a6 Ld7b5 21. Th7-48:

37. Ta6-art Ke7--e6

Lg7--h8:
22. Kf1e2

Sc6-04+
38. Kd4-c5

b4-b3

39. c2-b3:
23. Ke2-02
b7-b5?

Lb5-d3:

40. K05-04 24.

Ld3-b5 b5-14 a2-a4

41. Ta7_b7 Lb5-e2 25. Sc3-b5 Sd4--15:

42. Tb7-b6+ Ke6-e7 26. a4-b5: Sf7-06

Lh8—62:

43. Kd4--05 27. Lf4-06:

Le2-g4 28. Tal-a7:

44. Tb6-b7+ Ke7-08

45. Ke5-06 Lg4-08 Die Combination 28. Ld6-b4:, Lb2-al:; 29. c2-c3 würde nur zu

Schwarz kommt den Intentionen von Remis führen.

Weiss entgegen. 28.

Kd7--06 46. Tb7-58 Ld2-a5 29. Ta7-a67 Kd6e7

47. Tb8-a8 Lağ-b47 30. Ta6-06 Lb2-e5

48. K06-06 Aufgegeben. 31. Kd2-e3 Le6--07

Das Vorgehen eines der Bauern ist 32. Tc6_h6 Le5-b2 nicht mehr zu hindern.

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors]
[merged small][merged small][merged small][subsumed][ocr errors]

unbedingt 19. d4-c5: geschehen. Weiss übersah die Bedeutung des Zuges Kg8-h8. 19.

c5-04: 20. Lb2-04:

e6-e5 21. f4-e5: Ld6e5: 22. Db3-d1 Dg6-g5 23. Kg1-g2 Tf8-f1: 24. Le2-f1: Le5-04: 25. Td2-04: Dg5--e3: 26. 04-05

Auf 26. ..., Td4-d7: würde De3f3t nebst Df3--d1 (auf Kg2-g1) entscheiden. 26.

Lb7c6 27. c5—66:! T08-18 28. 66–67 De3-f2 29. Kg2--h3 Df2f5+ 30. g3-84

Df5--f2 31. Lf1-e2

e4-e3 Aufgegeben.

[graphic]
[ocr errors]

Weiss.

19. Td1-d2? Der entscheidende Fehlzug; es musste

3666. Mittelgambit gegen Laufergambit.

Gespielt zu Graz am 3. Septbr. 1875.

J. BERGER. A. WITTEK. Weiss.

Schwarz. 1. e2-e4

e7-e5 2. f2-f4

e5-f4: 3. Lf1-c4

07-05 4. Lc4–05: Dd8h4+ 5. Kel-f1

g7—95 6. Sb1-c3 Der richtige Zug ist 6. Sg1-f3. 6.

Lf8-97 7. 02-04 Sg8-e7 8. Sg1--13 Dh4-h5 9. h24h4

h7_h6 10. Kf1-g1 g5—94 11. Sf3--05 Lg7-e5: 12. d4--05: Se7--g6

1

Der richtige, von Zukertort angegebene Zug. 13. Sc3-e2

f4--f3 14. Se2-f4 Sg6--04:? Besser ist 14. ..., Dh5—05: 15. Lc1f4: Sb8-c6 16. c2-c3

Weiss vermeidet mit Grund den Abtausch Ld5-c64. 16.

Sc6-e5: 17. Dd1-24

f74f6 18. Tal-d1 Lc8-07 19. Lf4-e5:

Eine Uebereilung. Weiss sollte zuerst Ld5-b7: spielen und nach Ta8| d8; 20. Lf4-e5: Schwarz verliert

hierauf sowohl nach 20. ..., Db5-e5:
21. Dd4-e5: etc. als auch nach 20...,
f6-e5:; 21. Dd4—c5! die Partie.
19.

Dh5-e5:! 20. Ld5-f7+ Ke8-f7: 21. Dd5--07

Neuerdings schwach; es musste 21. Dd4-e5:; 22. Td1---27+ geschehen. 21.

Kf7-f8 Nun steht Schwarz besser. 22. Dd7--04: f3-g2:! 23. Th1-h2

Th8---8 24. Dg4-f3 Ta8-e8! 25. Th2-g2:

Besser vielleicht noch 25. Td1-el, worauf jedoch 25. ..., De5 – c5t; 26. Df3-e3, Dc5-e3; 27. Te1-e3:, Tg8--g4 erfolgen kann. 25.

Tg8-g2+ 26. Kgi--g2: De5-e4: 27. Df3-e4: Te8e4: 28. Td1-087 Te4-es

Weiss.
29. T08-02
30. Kg2-f3
31. Td2-04
32. b24-b4?
33. b4-b5?
34. a 2-a4
35.

c3-c4
36. Td4-f4
37. Kf3e3
38. a4-b5:
39. b5-a6:
40. Tf4-04
41. Ke3-03
42. Kd3-c3
43. Td4-d1
44. Kc3-b4
45. Td1-d5+
46. Td5-a5
47. Ta5-a2:
48. Ta2-a6

Aufgegeben.

Schwarz. Kf8-f7

f6-85 Kf7-f6 Te8-e7 Te-e5 Te5-c5 Kf6-e5 c7-06! c6-b5: a7-a6 b7-a6: a6-a5 a5-a4 a4-a3 a3-a2 Tc5-08 Ke5-04

f5-f4 f4-f3 Tc8-18!

3667. Unregelmässige Eröffnung.

Gespielt zu Graz am 20. October 1875.

A. WITTEK. J. BERGER
Weiss.

Schwarz. 1. a2-a3

e7-e5 2. c2-04

S18--c6 3. Sb1-03 Sg8-16 4. e2-e3

07-05 5. 04-05 : Sf6—05: 6. Sg1-f3 Lf8-e7 7. Lf1-e2

0-0 8. 0-0

Lc8-06 9. d2-04

e5-04: 10. e3d4: Le7-86 11. Lcl-e3 Tf8-68 12. Tal--c1?

Le6-84 Der richtigste Zug war Dd8-d7. XXXI.

Weiss.

Schwarz. 13. Dd1-d3 Dd8-07 14. Tf1-d1

Lg4--05 15. Dd3-d2 Tag-d8 16. Le2-03 Jetzt war Sc3—05: vorsichtiger. 16.

Lf5-g4 17. Ld3-e2?

Weiss hatte allerdings den Doppelbauern zu fürchten, der um so mehr ins Gewicht fällt, als auch Bd4 ohne Stütze ist; doch war der folgende Angriff von Schwarz sehr zu berücksichtigen. 17.

Sd5-e3: 18. f2-e3: Dd7-e7

10

Weiss.

Schwarz. 19. Kgl--f2 Lg4-f3: 20. Le2-f3: Lf6-85 21. Sc3-e4

Sc6--04:! 22. Dd2-c3 Lg5--h4+ 23. Kf2-f1

Sd4-f3: 24. g2-f3: T08--014 25. Tel-d1:

f7-f5! 26. Se44f2 De7-e3: 27. Dc3-c47

Die Hoffnung auf Vortheil durch Gewinn des Lh4 ist eine trügerische. 27.

Te8-e6 28. Dc4-h4:

T01-02, was allein noch den sofortigen Verlust aufhalten konnte, wird mit Kg8---f8 widerlegt. 28.

De3-e27
29. Kf1-g2
Kf1---g1 ist auch nicht besser.

Te6-967 30. Dh4-g3

Auf Kb1 oder b3 erfolgte Mat in 1--2 Zügen. 30.

Tg6-g34 31. h2-g3: De2-b2 :

und Schwarz gewann.

29.

3668. Mittelgambit gegen Laufergambit.

Gespielt zu Graz am 13. October 1875.

[merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors]

J. BERGER. A. WITTEK.
Weiss.

Schwarz.
1. e2-e4

e7-e5 2. f2f4

e5-f4: 3. Lf1-04

d7--05 4. Lc4--05:

Sg8—66 5. Dd1-f3 Diese Fortsetzung lässt sich ganz wohl anwenden. 5.

Lf8-06 6. Sb1-03!

0-0 7. d2-d3! Ld6-b4 Schwarz hat mit den Zügen Lf 8-d6 und d6--64 ein Tempo verloren; 7..., Lc8-g4 wäre übrigens nicht besser, weil nach 8. Df3—f2 zunächst der Punkt b7 geschützt werden muss.

8. Lc1-d2 Es könnte auch 8. Lc1-f4: geschehen, jedoch entstehen nach 8. Sf605:; 9. ef -d5:, Lb4-c3:, 10. b2-c3: hässliche Doppelbauern. 8.

Tf8-e8 9. Ld5-b3! Sb8-c6

[graphic]
[ocr errors]
[ocr errors]

10.

Lc8--94 Hier war g7-g5 zu versuchen; der Abtausch endet zu Gunsten von Weiss,

11. Df34f4: Lg4-e2:
12. Sc3-e2: Lb4-d24
13. Df4--02: Dd8-06
14. 0-0-0 Tas-d8

« FöregåendeFortsätt »